Friseursalon zu wenig Gewinn

Macht dein Friseursalon zu wenig Gewinn? An diesen 5 Dingen liegt es wirklich!

Vielleicht kennst Du das auch: Du hast super viel zu tun, der Umsatz ist auch gut, aber trotzdem macht unterm Strich dein Friseursalon zu wenig Gewinn. Mir ging es lange Zeit selbst auch so. Das hat mich ehrlich gesagt ziemlich unzufrieden gemacht. Deshalb habe ich mich damit auseinandergesetzt, wie ich das in Zukunft ändern kann.

Um mir weiteres unternehmerisches Wissen anzueignen, blicke ich auch sehr gerne über den Tellerrand. Da konsumiere ich gerne Inhalte aus anderen Branchen. Oft wurde hier das Buch „Profit first“ von Mike Michalowicz* erwähnt und die Methode gelobt. Also habe ich es gekauft und gelesen.

Da waren echt viele Aha-Momente für mich drin. Es ist zwar nicht 1 zu 1 auf die Friseurbranche zu übertragen, aber es lässt trotzdem etliches klarer werden. Ein weiteres Buch von Mike Michalowicz, das mir ebenfalls in einigen Punkten die Augen geöffnet hat: „Der Klopapier-Unternehmer“*.

Beide Bücher kann ich Dir wärmstens empfehlen! Die Bücher sind toll geschrieben und viel weniger trocken, als Du denkst. (*die Links zu den Büchern sind KEINE Affiliate-Links, ich verdiene nichts daran, wenn Du sie darüber kaufst)

Als Fazit aus beiden Büchern konnte ich dann die wesentlichen Faktoren für mangelnden Gewinn im Salon ausfindig machen. Dazu kommen wir jetzt:

Dein Friseursalon macht zu wenig Gewinn?

Das sind die 5 Hauptgründe im Überblick

Den Gewinn unterteile ich persönlich inzwischen sogar in verschiedene Teile auf: Meinen Unternehmerlohn, den Gewinn und die Rücklagen. Insgesamt betrachten wir ihn jetzt aber erstmal als Gesamtergebnis. Jetzt gibt es die 5 Hauptgründe für zu wenig Gewinn einmal als Überblick. Dann gehen wir nochmal auf jeden Punkt einzeln ein.

👉 Du setzt Dir kein Ziel für deinen Gewinn

👉 Du kalkulierst den Gewinn nicht in deine Preise mit ein

👉 Du gibst deinen Umsatz immer direkt für den Salon aus

👉 Du wirtschaftest nicht mit Budgets

👉 Du bietest im Salon alles für jeden an

🎯 Nr. 1: Du setzt Dir kein Ziel für deinen Gewinn 

In den meisten Fällen setzen wir uns ja, wenn überhaupt, ein Ziel für den Umsatz den wir erreichen wollen. Als Gewinn nehmen wir dann einfach das hin, was nach Abzug aller Kosten übrig bleibt. Dabei sollte der Gewinn, den wir erzielen wollen, die Grundlage unserer finanziellen Jahresplanung sein.

Denn nur, wenn wir ganz klar definiert haben, welchen Gewinn wir erzielen wollen, können wir festlegen, welchen Umsatz wir dazu erwirtschaften müssen. Dabei solltest Du auch im Blick haben, dass deine Kosten im Laufe des Jahres nicht steigen. Das würde sich natürlich negativ auf deinen Gewinn auswirken.

Wenn Du merkst, dass sich deine Ausgaben im Salon erhöhen, dann solltest Du das Umsatzziel entsprechend nach oben korrigieren. Denn nur dann sorgst Du dafür, dass Du den angestrebten Gewinn auch tatsächlich erreichen kannst.

Der Rechenweg wäre also, vereinfacht ausgedrückt: gewünschter Gewinn + alle anfallenden Ausgaben/Kosten = Umsatzziel. Setze Dir den Gewinn also zukünftig immer an die erste Stelle.

🧮 Nr. 2: Du kalkulierst den Gewinn nicht in deine Preise mit ein

Immer dieses leidige Thema der Preiskalkulation. Ja, ich weiß, es ist nicht sexy. Aber es ist soooo wichtig! Denn jeder nicht sauber kalkulierte Preis, schlägt sich negativ auf deinen Gewinn nieder. Eine Kalkulation der Preise ist keine einmalige Sache. Das musst Du regelmäßig, mindestens einmal jährlich, tun.

Denn deine vor einem Jahr kalkulierten Preise können heute schon wieder komplett falsch sein. Vor allem dann, wenn sich die Ausgaben deines Salons verändern. Mitarbeiter*innen kommen neu dazu oder fallen weg. Waren werden teurer oder diverse andere Kosten steigen. Deswegen solltest Du unbedingt regelmäßig prüfen, ob Du mit deinen aktuellen Preisen noch auf Kurs bist.

Setze bei deiner Kalkulation auch immer lieber einen etwas höheren Gewinn an, als einen zu niedrigen. So kannst Du eventuelle ungeplante größere Ausgaben zumindest etwas abfangen, bis zur nächsten Preisanpassung. Denn wenn dein Friseursalon zu wenig Gewinn für Dich bringt, ist das nicht gerade motivierend.

Wie Du deine Preise im Salon clever anpassen kannst, kannst Du in diesem Blogartikel nachlesen.

💸 Nr. 3: Du gibst deinen Umsatz immer direkt für den Salon aus

Kaum zeigt die Kasse einen guten Umsatz an, entdeckest Du auch schon etwas schönes für den Salon, das Du damit kaufen könntest. Die genialen neuen Produkte deines Lieferanten, ein Set neue schicke Scheren oder sonstigen neuen Schnick-Schnack.

Solange Geld auf dem Konto ist, geben wir nunmal ziemlich leicht Geld aus. Gerne für unnötige Dinge, die nicht unbedingt hätten sein müssen. „Management bei Kontostand“ nennt Mike Michalowicz dieses Verhalten. Oft denken wir in solchen Momenten gar nicht daran, dass von dem Geld noch Steuern, Löhne und Co. gezahlt werden müssen. Das Konto sieht gut gefüllt aus, also kann ich das Geld auch ausgeben.

Du kannst das natürlich gerne machen. Bedenke jedoch dabei, dass Du damit am Ende des Tages deinen Gewinn ausgibst. Denn meist entstehen dadurch Ausgaben, die gar nicht in die Preise und das Umsatzziel eingeplant waren.

Ein kleiner Trick, der Dich vor solchen unnötigen Spontan-Käufen bewahren kann: Setze Dir ein 24-Stunden-Limit. Du willst etwas ungeplantes kaufen? Dann warte damit noch 24 Stunden. Wenn Du es dann immer noch für notwendig empfindest: dann kaufe es.

🧩 Nr. 4: Du wirtschaftest nicht mit Budgets

In dem Buch Profit First geht es unter anderem vor allem darum, seine kompletten Einnahmen in regelmäßigen Abständen in verschiedene Budgets (auf verschiedene Konten) zu verteilen. So weißt Du immer mit einem Blick auf dein Konto, wie viel Geld Du tatsächlich noch frei ausgeben kannst.

Die Verteilung der Einnahmen nimmst Du prozentual vor. Welches Budget wie viel Prozent deiner Einnahmen bekommt, errechnest Du vorher natürlich. Jedes Quartal sollten im Idealfall die Prozentsätze für Unternehmerlohn und Gewinn nach oben angepasst werden.

In meinem Salon habe ich in die folgenden Budgets aufgeteilt:

  • Gewinn
  • Unternehmerlohn
  • Personalkosten
  • Steuern
  • Betriebskosten

So kann ich immer mit einem Blick auf mein Konto für Betriebskosten sehen, wie viel Geld ich noch ausgeben kann, ohne an meinem Gewinn oder Unternehmerlohn Verluste zu spüren. Letztlich wirklich einfach, aber unglaublich effektiv. Das schützt Dich definitiv davor, mit deinem Friseursalon zu wenig Gewinn zu erwirtschaften.

🤹🏼‍♀️ Nr. 5: Du bietest im Salon alles für jeden an

Solange Du versuchst, alles für jeden anzubieten, kann dein Gewinn nur ganz schwer wachsen. Denn wer in seinem Friseursalon alles mögliche an Dienstleistungen für jeden Geschmack anbieten will, der braucht echt ziemlich viel Ware, Material und Produkte.

Bedeutet, dass Du wahnsinnig viel Geld in deinen Regalen stehen und liegen hast. Das ging mir sehr lange auch so. Unser Lager war voll mit verschiedensten Farben und Lieferanten, damit ja jeder das bekommt, was er am liebsten mag. Gab es bei den Lieferanten etwas neues, habe ich meist direkt gekauft. Selbst, wenn wir vielleicht nur eine Kundin hatten, die so eine ausgefallene Haarfarbe überhaupt haben will.

Für eine Handvoll Bräute im Jahr, waren wir komplett mit Make-up ausgestattet. Viele Produkte haben keine ewige Haltbarkeit und werden schlecht, bevor wir sie aufbrauchen oder verkaufen konnten. Das heißt, wir konnten damit gar nicht den nötigen Umsatz erwirtschaften. Das Geld ist ausgegeben, aber es kommt kein angemessener Umsatz dafür rein.

Das ist einer der Gründe, dass dein Friseursalon zu wenig Gewinn erwirtschaftet. Die Lösung dafür ist, dass Du ein klares und individuelles Salonkonzept hast. Du legst dabei deinen Fokus auf deine Wunschkunden und die Dienstleistungen, in denen dein Salon seine Stärken hat. So kannst Du deine Ware auf das reduzieren, was Du wirklich brauchst.

Das spart Dir eine Menge Geld für unnötige Ausgaben und erhöht somit deinen Gewinn. 💥 Welche Vorteile ein Salonkonzept noch hat, kannst Du in diesem Blogartikel lesen.

Fazit zu den Gründen: Im Friseursalon zu wenig Gewinn?

Es sind oft die unscheinbaren kleinen Dinge, mit denen wir unseren Gewinn im Salon förmlich verbrennen. Manchmal denken wir vielleicht auch gar nicht daran, dass es überhaupt an den oben genannten Gründen liegen könnte. Deswegen hoffe ich, dass ich Dir einen Gedankenanstoß geben konnte und Du prüfst, ob diese Gründe auch in deinem Friseursalon für zu wenig Gewinn verantwortlich sein könnten.

Hast Du Fragen zu diesem oder anderen Themen an mich? Dann schreib mir einfach eine Direct Message auf meinem Instagram. Auch Lob, Kritik oder Anregungen sind herzlich willkommen. Ich freue mich stets über Feedback!

Liebe Grüße

Christina

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Hey, ich bin Christina!

Saloninhaberin seit 2009, wissbegierig, verliebt in unternehmerische Themen, kaffeesüchtig, passionierte Langschläferin und mit viel Humor gesegnet.

UND REICH AN ERFAHRUNGEN

Nun ziehe ich hinaus in die digitale Friseurwelt, um andere Saloninhaberinnen zu unterstützen. Mit meinem gesammelten Wissen und meinen Erfahrungen aus über 10 Jahren Selbstständigkeit. 

Mein Ziel ist es, dass jede Saloninhaberin ein individuelles und profitables Salonkonzept kreiert. Für wertschätzende Kunden, ein engagiertes Team und maximalen Gewinn.

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